SSV Schutzkonzept

Der Schweizer Schiesssportverband und die Schweizer Armee haben gemeinsam entschieden, jeglichen Schiessbetrieb bis Ende Mai komplett einzustellen. Am 29. April hat der Bundesrat entschieden, dass bereits ab dem 11. Mai der Trainingsbetrieb unter strengen Auflagen wieder aufgenommen werden kann. Was heisst das konkret? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Das Eidgenössische Schützenfest 2020 wird ins Jahr 2021 verschoben

Der Schweizer Schiesssportverband (SSV) und das Organisationskommitee des Eidgenössischen Schützenfests Luzern 2020 (OK ESF Luzern 2020) haben gemeinsam entschieden, den wichtigsten Anlass der Schiesssportsaison 2020 um ein Jahr zu verschieben.

Neu vom 10. Juni – 11. Juli 2021

In der momentanen Krisenzeit ist die gesamte eidgenössische Schützengemeinde dazu aufgerufen, Verantwortung zu tragen und Einheit, Solidarität und Uneigennützigkeit zu pflegen. Das OK ESF Luzern 2020 hat seinerseits einen Sonderstab eingesetzt, der sich zusammen mit Vertretern des SSV mit den Konsequenzen der Verschiebung befasst.

Wichtig war es, dass sich der SSV aus Überzeugung hinter eine Verschiebung und gegen eine Absage gestellt hat. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um sämtliche Aktivitäten, die parallel zum neuen Austragungstermin in Planung stehen, ebenfalls verschieben zu können. Konsequenzen hat der neue Termin des Eidgenössischen Schützenfests insbesondere für die Kantonalschützenverbände Neuenburg, Waadt und Uri, die im Jahr 2021 ihre Kantonalschützenfeste durchführen wollten. Die drei Verbände bieten aber Hand für eine Lösung. Der SSV ist deshalb überzeugt, dass sich gemeinsam ein neuer Terminplan finden lassen wird, der letztlich dem Schiesssport und allen Schiesssportbegeisterten dient.

Textquelle: https://www.lu2020.ch

Wie weiter mit dem Schiesssport?

Der Schweizer Schiessportverband hat mit allen beteiligten Parteien nach einer tragfähigen Lösung gesucht, die allen dient.
Die Lösungen verlangen aber auch von allen (Bund, Armee, SSV, Kantonalverbände, Schützenvereine) eine gewisse Flexibilität und die Bereitschaft Kompromisse einzugehen und auf den einen oder anderen (Vereins-)Wettkampf zu verzichten.

Der SSV setzt dabei – sobald der Schiessbetrieb wieder regulär aufgenommen werden kann – auf der Stufe Verein folgende Prioritäten:

  1. Ausbildung der Jungschützen
  2. Feldschiessen (an Ersatzdaten) organisieren
  3. Obligatorische Programme organisieren

Korpskommandant Hans-Peter Walser, Kommandant Kommando Ausbildung, hat am 19. März entschieden, die ausserdienstlichen Tätigkeiten im In- und Ausland bis am 31. Mai 2020 zu sistieren. Über eine allfällige Verlängerung der Sistierung wird Ende April 2020 entschieden.

Dieser Grundsatzentscheid hat Auswirkungen auf alle Schützenvereine, die im Bereich des ausserdienstlichen Schiesswesens engagiert sind. In Absprache mit dem SSV hat das Kommando Ausbildung folgende Beschlüsse gefasst:

  • ZEITLICHE FESTLEGUNG DER BUNDESÜBUNGEN (BU) UND DER JUNGSCHÜTZENKURSE (JSK): VERLÄNGERUNG BIS ENDE SEPTEMBER
  • JUNGSCHÜTZENKURSE (JSK): BIS ENDE SEPTEMBER MÖGLICH
  • EIDGENÖSSISCHES FELDSCHIESSEN: BIS ENDE SEPTEMBER AUCH ALS «VEREINSANLÄSSE»

SCHIESSPFLICHT / OBLIGATORISCHES PROGRAMM

Korpskommandant Thomas Süssli hat entschieden, dass die ausserdienstliche Schiesspflicht 2020 für die schiesspflichtigen Angehörigen der Armee sistiert wird. Diese müssen das Programm nicht zwingend schiessen, sie dürfen aber freiwillig daran teilnehmen. Folgerichtig entfallen in diesem Jahr auch die Nachschiess- und Verbliebenenkurse.

Genauere Info unter: www.swissshooting.ch/de/news/aktuelles/2020/03_maerz/schiesswesen-ausser-dienst/