Schwarzer Sonntag für den Schweizerischen Schiesssport

Der ZHSV-Präsident hat das Wort

Die Würfel sind gefallen und das Ergebnis steht fest. Zuerst bedanke ich mich bei den Helfern und Gönner, die uns unterstützt haben.

Wir akzeptieren das demokratische Resultat der heutigen Abstimmung und schauen in die Zukunft. Der Schiesssport 300m wird mit hoher Bürokratie weiterleben. Im Abstimmungsbüchlein hat der Bundesrat sich auch klar geäussert: Dabei wird nie vergessen, dass unser Schiesswesen eine lange Tradition hat, die bewahrt werden soll.

Stellungsnahme vom SSV

Was bedeutet dieses Resultat?

a) Dass das Schweizer Waffengesetz für nichts und wieder nichts einschneidend verschärft wird: Dass der Erwerb und der Besitz der meisten handelsüblichen Waffen von nun an explizit verboten ist, und zwar für alle ohne Ausnahme.
b) Dass für nichts und wieder nichts ein wichtiges Freiheitsrecht abgeschafft wurde, das Schiessen als Breitensport vor einer ungewissen Zukunft steht und durch den Schlag gegen die Schützenkultur mittelfristig auch die Kampfkraft unserer Milizarmee geschwächt wird.
c) Dass in Zukunft wohl bei jeder Abstimmung mit Desinformation und haltloser Angstmacherei zu rechnen ist. Dass ein Tiefpunkt in unserer politischen Kultur erreicht wurde.
d) Dass der Bundesrat, die Wirtschaftsverbände und die Mitteparteien gar noch nicht wissen, wie viel Vertrauen sie sich durch diese Desinformationskampagne verspielt haben.

19. Mai 2019 / Heinz Meili, Präsident ZHSV